Samstag, 10. Oktober 2009

Made in Taiwan

Neulich war ich ja mal wieder wandern. Das einzige Foto, dass ich geschossen habe legt auch nicht gerade Zeugnis davon ab. Dies hier ist nun ein Foto des Fliegenpilzes, der exemplarisch steht, für die ersten Fliegenpilze, die ich in meinem Leben zu sehen bekam, an diesem Wochenende! Die standen da so rum, in schönster Kontrastfarbe zum sie umgebenden Grün, man war versucht drunter zu gucken ob nicht draufsteht -"Made in Taiwan, ACME Märchenwaldausstattung". Der Kellerwald, Ort unserer Wanderung, hat auch sonst alles was man von einem Märchenwald erwartet, jedenfalls botanisch.
Dieser scheint wohl noch im Wachstum zu sein, denn die anderen Pilze hatten alle einen platten Schirm wie ihn der Standartmärchenwaldfliegenpilz halt auf Bildern immer hat. Aber dieser sah halt lustiger aus und ja ich gebe zu, auch ein bischen schweinisch!

tschö
Alexander

Freitag, 9. Oktober 2009

Ein kleiner Schritt für einen Menschen...

Ich bin ab heute Benutzer feuchter Toilettentücher. Mann hat da so ein sauberes Gefühl! Aber wahrscheinlich bin ich der letzte, der sich im engeren Familienkreis zu diesem Schritt entschliesst. Rumstehen tun die Döschen mit den Tüchern ja schon seit Jahrzehnten zuhause, also bei den Eltern. Bislang war mir das ja immer zu viel Aufwand nach dem Geschäft.
Apropos Geschäft, 80 Taschentücher in der Pappschachtel kosten 99 Cent, während 300 Taschentücher in 30 kleinen Wiederverschliessbaren Plastikpäckchen nur 1,79 Euro kosten. Mich deucht es handelt sich um eine fiese Abzocke. Unerhört!

Sonntag, 20. September 2009

Mode und Eishockey

Am Samstag war ich mal wieder beim Eishockey, Köln gegen Düsseldorf, sehr spannend. Allerdings, wie zuweilen am Saisonbeginn, war das Wetter ausgesprochen sommerlich. Ich habe aber, in alter Tradition, weil man das halt so macht, mein Trikot angezogen. Das hätte ich lieber gelassen, 100% Polyester. Schon an der S-Bahn-Station, auf dem Weg zum Spiel wurde mir recht warm. Nicht schwitzig allerdings, und, - in der Eishalle und bei dem frühen Sonnenuntergang im September, wird schon noch kühler werden - dachte ich. Aber was soll ich sagen, das erste Tor nach 4 Minuten und ab da fing die Ölerei richtig an. Ich bin sogar sicher, das der Fan neben mir sichnach dem zweiten oder dritten Tor gewünscht hat, dass Köln keine weiteren Tore mehr schießt, auch wenn sie dann verlören. Er war im sommerlichen Hemdchen erschienen. Naja, so ein Polyetserschwitz ist schon steinerweichend und mir kam mal die Idee mich in den Gästeblock zu setzen, um deren Elan zu brechen. Dank meines neutralen "Mighty Ducks" Trikot wäre das wohlmöglich sogar gegangen ohne, dass sie mir was brechen. Man hätte dann nur aufpassen müssen, bei welchen Toren man aufspringt.
Ist jetzt ja auch wurst, aber ich such jedenfalls mal im Internet nach atmungsaktiven Trikots aus Baumwolle. Mich würd ja mal interessieren, was die Spieler für Klamotten anhaben. Nächstes mal nehme ich mir einen Platz hinter der Spielerbank und schnupper mal.
tschö
Alexander

Mittwoch, 16. September 2009

Hoch die Rote Fahne

Partei
80 von 96 Punkten
DKP
75 von 96 Punkten
75 von 96 Punkten
71 von 96 Punkten
NPD
63 von 96 Punkten
SPD
43 von 96 Punkten
FDP
38 von 96 Punkten
So siehts aus! Was? Das Ergebniss meines Durchgangs am Wahlomaten.
Ja, ich wusste es ja immer, dass ich eine rote Socke bin, aber so deutlich hab ich's nicht erwartet. Was mich allerdings bestürzt ist die Nähe zur NPD, die ich als "Kontrollpartei" mit in die Auswahl genommen habe. Auch, dass die FDP noch vor der CDU liegt finde ich doof, aber mir mangelt es sicher an der christlichen Grundeinstellung. Die Frage danach ob christliche Werte, das Leitbild deutscher Politik sein sollen hab ich verneint, das gab wohl gleichermaßen Abzüge bei der CDU wie Bonuspunkte bei den Liberalen.
Am Ende ists eh egal, weil ich ja Frau Merkel wähle, denn die ist mit dem sensationellen "Rheingold-Express" durchs Land gefahren, und nicht mit so'ner ollen Klitsche von Flugzeug wie Münte mehr schlecht als Recht wieder runtergekommen.

Donnerstag, 27. August 2009

Die Geschichte mit der großen Lok.

Als ich ein Pimpf war, betrieben meine Großeltern mütterlicherseits die Bahnhofgaststätte in Heimboldshausen. Ein Kaff östlich von Bad Hersfeld in Osthessen, ziemlich nah an der damaligen Zonengrenze.
Die Hauptbahnlinie, die sogenannte Werratalbahn, die dort vorbeiführte diente hauptsächlich dem Abtransport der Kali-Güterzüge. Kali, bzw. Kalisalz wird dort in der Gegen im großen Stiel abgebaut und zur Düngemittelproduktion eingesetzt. Nun war durch die Grenze allerdings ein Teil der Strecke Richtung BRD, auf die DDR-Seite geraten. Der Güterverkehr fand trotzdem statt. Um aber, im Falle einer Grenzschließung (was oft genug über lange Zeiträume passierte) abgesichert zu sein, ließ man stehts einen Teil des Kalisalzes über die Strecke der Hersfelder-Kreisbahn abfahren. Das war eingleisige Nebenbahn die direkt zum BRD-Hauptschienennetz in Bad-Hersfeld führte. Die Hersfelder-Kreisbahn wurde so am Leben erhalten.
Für diese Transferzüge zur Bundesbahn in Hersfeld wurde unter anderem die HK-30, eine große orangene Diesellok, eingesetzt.


Eines schönen Sommers saß ich also mit sieben oder acht Jahren, wie so oft, auf dem kleinen "Geländer" vor der Fensterfront des Wartesaals, der an die Bahnhofsgaststätte angrenzte. Ich beschaute mir die schier endlos scheinenden Güterwagenketten die auf den Gleisen standen, und die HK-30 die hin und herfuhr. Vermutlich um leere Wagen zu dem Kali-Berwerk in der Nähe zu schaffen und volle bereitzustellen für den Abtransport zur Hauptstrecke. Irgendwann hielt nun diese gigantische Lokomotive direkt vor mir und der Lokführer schaute aus dem Fenster und fragte mich ob ich denn mal mitfahren wollte. Wenn ich heute noch daran denke wird mir ganz schwummerig, denn natürlich wollte ich lieben gerne da mal mitfahren. Aber, was soll ich sagen, ich hab mich nicht getraut ja zu sagen.
In der Grundschule hat man uns damals Filme gezeigt, in denen uns beigebracht wurde, dass man eben nicht von fremden Männern Süßigkeiten annimmt oder zu ihnen ins Auto steigt. So wird wohl auch gelten, dass man nicht zu fremden Männern in die Lokomotive steigt.
Tja, das war meine Chance, sie gekommen und gegangen.
Als ich später zurück in den Gastraum der Kneipe zurückging, wer saß dort? Der Lokführer, trank sich ein Bier und unterhielt sich mit meiner Mutter. Als sie mich sah erklärte sie nur, ich hätte doch ruhig mitfahren können, den Mann kennen sie doch. Vermutlich ein Altersgenosse meiner Eltern. Versammt, wie hätte ich das denn wissen können. Waaaahhhh!
Nun stellte sich zu allem Unglück zu späteren Zeiten noch raus, dass die HK-30 auch nicht irgendeine 08/15 Lok ist, sondern ein Einzelstück und quasi legendär! Ich habe mittlerweile sogar ein H0-Modell der HK-30 in den Farben der Hersfelder-Kreisbahn, von der Modelbahn-Firma Riva Rossi. Da muss man sich mal vorstellen. Eine italienische Modellbahnfirma verkauft von der Lok einer deutschen Nebenbahn ein Modell. Sooo berühmt ist die Lok unter Bahnfans, zumindest mal in Deutschland.
Und ich hab mal in der Schule gut aufgepasst und der einzige Moment, an dem das Gelernte für mich zum tragen kam war der falsche. Mist.

tschö
Alexander

Samstag, 22. August 2009

Dinge die ich nicht wusste, aber jetzt weiss und vielleicht eher hätte wissen müssen, oder so...

Letzter Teil
Anfang des Jahres schaute ich mir bei Youtube einige Videos an, die zeigten wie am Holocaustgedenktag in Israel der Verkehr zum erliegen kommt. Um zehn Uhr ertönen dann in Ganz Israel die Sirenen und jeder wo er geht und steht oder gar fährt hält inne. Die Videos sind sehr beeindrucken, erschreckend dagegen oft die Kommentare dazu.
In einem dieser Kommentare antwortete der User auf einen Hinweis, wie viele Menschen im Holocaust umgekommen sind. Er nahm eine extrem rechte Haltung ein und rechtfertigte quasi den Holocaust mit den Opfern der Juden, insbesondere der Opfer des "jewisch communism", des jüdischen Kommunismus also.
Jüdischer Kommunismus? Was sollte dass denn sein? Eine anti-religiöse Ideologie, die von einer Religionsgruppe übernommen wird? Ich forschte nach und fand heraus, dass in der Tat die Rechte beauptet die Juden hätten die Revolution in Russland betrieben. Genaugenomen wird im deutschen vom Jüdischen Bolschewismus gesprochen. Und dieser war DER Grundpfeiler nationalsozialistischer Ideologie!! Auch Vorwand für den Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion 1941.
Das hät ich ja mal wissen können als Geschichts-LKler. Noch dazu wo eines der Abithemen durchaus der Weg in den Zweiten Weltkrieg hätte sein können. Und in der Tat kannte ich natürlich den Begriff der "jüdisch-kommunistischen Weltverschwörung", dachte aber immer, das wäre halt die begriffliche Zusammenfassung der zwei nationalsozialistischen Feindbilder. Dass das nur ein Feindbild war ist an mir völlig vorbeigegangen. Vermutlich in erster Linie weil es nach wie vor so absurd ist.
Ich will das nun hier auch nicht weiter ausbreiten, welche Indizien angeblich dafür sprechen, das in der Tat Juden den Kommunismus betrieben hätten. Weil es nur eins ist, nämlich Albern.
tschö
Alexander

Sonntag, 16. August 2009

ÜBERWACHUNGSSTAAT!

Gerade schaue ich "Die Super-Ex". In dem Film löscht G-Girl ein Feuer in New York und eine andere Rolle erwähnt die Adresse 73. Ecke Broadway. Ich konnte per Google und Streetview innerhalb einer Minute nachprüfen ob es das Gebäude dort wirklich gibt. Sensationell, ich brauch bald das Geld für 'ne USA-Reise gar nicht mehr ausgeben. Angucken kann ich mir bald alles von hier.... Ohne, dass mir 'nen Chinese aufs Eis niest...
Spoooky
tschö
Alexander